oeffentlichejobs.at · PresseberichtQ4 2026 · Österreich · Datenstand 21.10.2026
Q4 2026ZwischenstandÖsterreich

Gehaltstransparenz: Wien nennt am häufigsten eine Zahl, Vorarlberg am seltensten

Gehaltsangaben sind im öffentlichen Dienst nicht einheitlich: Manche Arbeitgeber nennen einen konkreten Jahresbruttobetrag, andere verweisen nur auf Kollektivvertrag oder Einstufung. Die Auswertung vergleicht nur Stellen mit einem belastbaren, maschinenlesbaren Jahresbruttowert. Monatsangaben wurden mit 14 Gehältern annualisiert, Teilzeitwerte mit bekannter Stundenzahl auf Vollzeit hochgerechnet. Ärztliche Gehälter werden separat ausgewiesen, weil sie die Durchschnitte stark verschieben.

Veröffentlicht: 21.10.2026Datenstand: 21.10.2026Erhebungszeitraum: 01.10.2026–31.12.20263 Min. LesezeitQuelle: oeffentlichejobs.at

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  • 80,8 %GehaltsangabeAnteil aller Stellen
  • 49.464 EuroMedian ohne Ärzt*innenVollzeitäquivalent
  • 52.604 EuroMedian mit Ärzt*innenVollzeitäquivalent
  • 111.048 EuroÄrzt*innen-MedianVollzeitäquivalent
  • 2.691Vergleichbare Stellen
  • 91,9 %Höchste TransparenzWien
  • 38,3 %Niedrigste TransparenzVorarlberg

Gehaltstransparenz nach Bundesland

Am häufigsten findet sich eine Gehaltsangabe in Wien (91,9 %), am seltensten in Vorarlberg (38,3 %). Die Differenz ist ein Transparenz-, kein Gehaltsunterschied: Eine fehlende Angabe bedeutet nicht, dass die Stelle schlechter bezahlt wird. Sie bedeutet nur, dass kein Betrag maschinenlesbar in der Ausschreibung stand.

Anteil der Stellen mit GehaltsangabeAnteil der Stellen
Wien91,9 %89,6 % mit Jahresbrutto
Oberösterreich83,9 %78,8 % mit Jahresbrutto
Niederösterreich90,6 %88,2 % mit Jahresbrutto
Tirol78,6 %74,1 % mit Jahresbrutto
Steiermark84,0 %75,1 % mit Jahresbrutto
Ohne regionale Zuordnung70,7 %66,1 % mit Jahresbrutto
Vorarlberg38,3 %32,0 % mit Jahresbrutto
Salzburg59,1 %53,8 % mit Jahresbrutto
Kärnten78,5 %75,8 % mit Jahresbrutto
Burgenland73,1 %73,1 % mit Jahresbrutto

Gehaltsangabe = mindestens ein Gehaltsfeld oder Gehaltstext in der Ausschreibung.

Gehalt nach Bundesland (mit und ohne Ärzt*innen)
BundeslandStellenGehaltsangabevergleichbarMedian ohne Ärzt*innenMedian mit Ärzt*innen
Wien1.18091,9 %82553.199 Euro53.740 Euro
Oberösterreich83183,9 %34848.243 Euro49.382 Euro
Niederösterreich63890,6 %34250.400 Euro56.000 Euro
Tirol44478,6 %22745.822 Euro47.545 Euro
Steiermark39384,0 %16943.903 Euro50.883 Euro
Ohne regionale Zuordnung36970,7 %16344.539 Euro46.186 Euro
Vorarlberg26938,3 %6442.644 Euro42.644 Euro
Salzburg26459,1 %11043.936 Euro44.440 Euro
Kärnten18678,5 %4541.748 Euro64.911 Euro
Burgenland9373,1 %1751.642 Euro81.595 Euro

Mediane als Jahresbrutto, Vollzeitäquivalent; nur Stellen mit belastbarem Gehaltswert.

Gehaltsmedian nach BundeslandJahresbrutto
  • Mit Ärzt*innen
  • Ohne Ärzt*innen
Wien
Mit Ärzt*innen53.740 EuroOhne Ärzt*innen53.199 Euro
Oberösterreich
Mit Ärzt*innen49.382 EuroOhne Ärzt*innen48.243 Euro
Niederösterreich
Mit Ärzt*innen56.000 EuroOhne Ärzt*innen50.400 Euro
Tirol
Mit Ärzt*innen47.545 EuroOhne Ärzt*innen45.822 Euro
Steiermark
Mit Ärzt*innen50.883 EuroOhne Ärzt*innen43.903 Euro
Ohne regionale Zuordnung
Mit Ärzt*innen46.186 EuroOhne Ärzt*innen44.539 Euro
Vorarlberg
Mit Ärzt*innen42.644 EuroOhne Ärzt*innen42.644 Euro
Salzburg
Mit Ärzt*innen44.440 EuroOhne Ärzt*innen43.936 Euro
Kärnten
Mit Ärzt*innen64.911 EuroOhne Ärzt*innen41.748 Euro
Burgenland
Mit Ärzt*innen81.595 EuroOhne Ärzt*innen51.642 Euro

Vollzeitäquivalent; Bundesländer ohne belastbaren Median entfallen.

Berufsfelder: IT & Digitalisierung und Recht vorn

Die höchsten Mediane ohne Ärzt*innen zeigen IT & Digitalisierung (56.894 Euro) und Recht (56.000 Euro). Am unteren Ende stehen Berufsfelder mit vielen geringer entlohnten Tätigkeiten. Die Unterschiede spiegeln auch die Zusammensetzung innerhalb der Kategorie: Eine Kategorie ist keine Berufsgruppe.

Gehaltsmedian nach Berufsfeld (ohne Ärzt*innen)
BerufsfeldStellenvergleichbarMedianGehaltsangabe
IT & Digitalisierung25620256.894 Euro91,0 %
Recht594956.000 Euro91,5 %
Führung & Management23717253.200 Euro80,6 %
Bildung & Training18710052.865 Euro68,4 %
Wissenschaft & Forschung17711352.865 Euro75,7 %
Gesundheit, Pflege & Soziales83441952.799 Euro81,1 %
Rechnungswesen & Controlling765351.376 Euro81,6 %
Technik & Ingenieurwesen42821848.690 Euro82,5 %
Verkauf & Kundenbetreuung14010348.100 Euro87,9 %
Finanzen & Bankwesen523941.748 Euro80,8 %
Produktion & Handwerk19310141.284 Euro80,8 %
Verwaltung & Office23810841.058 Euro84,0 %
Gastronomie & Tourismus1414637.208 Euro77,3 %
Sonstige Berufe915834.955 Euro81,3 %
Einkauf & Logistik52336133.758 Euro83,2 %

Berufsfelder mit mindestens 30 Stellen und 20 vergleichbaren Gehaltswerten; ohne Ärzt*innen.

Warum Ärzt*innen separat ausgewiesen werden

Die 638 Ärzt*innen-Stellen (13,7 %) haben einen eigenen Gehaltsmedian von 111.048 Euro (Basis: 381 vergleichbare Gehaltswerte). Ohne diese Gruppe liegt der Median bei 49.464 Euro, mit ihr bei 52.604 Euro. Der Unterschied ist groß genug, dass eine gemeinsame Durchschnittsbetrachtung die Lage der übrigen Berufsgruppen verzerren würde. Deshalb steht in jeder Gehaltstabelle beide Varianten.

Methodik und Datenqualität

Grundgesamtheit sind alle Stellen, die am Stichtag auf oeffentlichejobs.at veröffentlicht waren. Der Stichtag ist der 21. Oktober 2026. Die Plattform bündelt Ausschreibungen aus den offiziellen Karriereportalen öffentlicher und öffentlich-naher Arbeitgeber; sie bildet nicht den gesamten öffentlichen Dienst Österreichs ab. Stellen, die nur intern oder ausschließlich auf anderen Portalen veröffentlicht werden, sind nicht enthalten.

Die Daten werden automatisiert aus den Quellen übernommen. Mehrfach gelistete Stellen werden nach den bestehenden Dublettenregeln zusammengeführt. Abgelaufene Anzeigen werden aus den Report-Kennzahlen ausgeschlossen.

Gehaltskennzahlen beziehen sich auf den angegebenen Jahresbruttobetrag. Monatsangaben wurden mit 14 Monatsgehältern annualisiert. Bei Teilzeitstellen mit bekannter Wochenstundenzahl wurde der Betrag auf 38,5 Wochenstunden hochgerechnet (Vollzeitäquivalent). Ausgeschlossen sind Ausbildungs-, Lehr- und Praktikumsrollen sowie Werte unter 20.000 oder über 500.000 Euro und Stellen mit weniger als 10 oder mehr als 60 Wochenstunden. Alle Gehaltskennzahlen werden mit und ohne die Kategorie „Mediziner (Ärzte)“ ausgewiesen.

Teilzeit und Remote werden aus den strukturierten Angaben der Ausschreibung übernommen. Fehlende Wochenstunden werden nicht geschätzt. „Remote möglich“ bedeutet nicht, dass die Stelle ausschließlich im Homeoffice ausgeübt wird. Es werden keine Rückschlüsse auf Geschlecht, Betriebsgröße oder nicht gelistete Stellen gezogen.

Datenqualität am Stichtag: 369 Stellen (7,9 %) ohne primären Dienstort; 332 Stellen (7,1 %) ohne eindeutiges Berufsfeld.

Die Texte und Grafiken werden deterministisch aus den berechneten Kennzahlen erzeugt. Es kommen keine KI-, Sprachmodell- oder Embedding-Dienste zum Einsatz. Alle Werte sind gerundet; Rundungen können zu Abweichungen in Summen führen.

Ein Vorquartalsvergleich wird nur ausgewiesen, wenn für beide Stichtage belastbare Snapshots vorliegen. Solange die tägliche Datenhistorie noch nicht weit genug zurückreicht, werden keine historischen Werte geschätzt und keine Veränderungen behauptet.

Hinweis zur Datenbasis

Nur auf oeffentlichejobs.at gelistete Stellen. Keine amtliche Statistik und keine Hochrechnung auf den gesamten öffentlichen Dienst. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich ist die jeweilige Originalausschreibung. Dieser Report ist ein Zwischenstand während des laufenden Quartals. Nach Quartalsende wird er durch die Quartalsausgabe ersetzt.

Quelle: oeffentlichejobs.at, automatisierte Auswertung der öffentlich gelisteten Stellenangebote. Die Originalausschreibungen sind auf den jeweiligen Karriereportalen der Arbeitgeber verlinkt.

Ansprechpartner: Redaktion oeffentlichejobs.at · office@oeffentlichejobs.at

Zitierhinweis: oeffentlichejobs.at: „Gehaltstransparenz: Wien nennt am häufigsten eine Zahl, Vorarlberg am seltensten“, 21.10.2026, https://www.oeffentlichejobs.at/reports/2026-q4-gehaltstransparenz. Die Übernahme ist mit Quellenangabe und Link gestattet. Maßgeblich sind die Originalausschreibungen der Arbeitgeber.